Problemsituationen

Ärger mit Behörden, übermäßige Schulden oder Gewalt sind sensible Themen. Damit niemand mit diesen Problemen alleine bleiben muss, gibt es spezialisierte Ansprechpartner, die kompetente Hilfe anbieten.

Unklarheiten bei Sozialleistungen

Beratung und Unterstützung bei allen Fragen im Zusammenhang mit Leistungen zur Existenzsicherung (also auch BaföG, BAB, Elterngeld, Kinderzuschlag, Wohngeld etc.), insbesondere aber bei Arbeitslosigkeit gibt es bei der Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg (ALSO). Nach Terminvereinbarung können der persönliche Einzelfall beleuchtet oder Bescheide kontrolliert und erläutert werden. Bei Bedarf begleitet die ALSO auch zu Ämtern und Behörden.

Beim Sozialverband Deutschland (SoVD) und dem Sozialverband VdK erhalten Mitglieder Beratung in allen sozialrechtlichen Angelegenheiten. Darüber hinaus bekommen sie Unterstützung beim Umgang mit Behörden und Ämtern in gesamten Sozialbereich.

Schulden

Beratung zu finanziellen Problemen gibt es bei der ADN Schuldnerberatung, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband und der Schuldner- und Insolvenzberatung Oldenburg. Sie beraten und unterstützen bei einer Entschuldung und Durchführung einer Verbraucherinsolvenz.

Selbsthilfegruppen

Information und Beratung zu Möglichkeiten der Selbst- und Fremdhilfe bietet die Beratungs- und Koordinationsstelle für Selbsthilfegruppen(BeKoS). Sie versteht sich als Fachstelle für den gesundheitlichen und psychosozialen Selbsthilfebereich in Oldenburg. Dort findet man Hilfe bei der Suche nach einer geeigneten Selbsthilfegruppe oder der Gründung einer neuen Gruppe.

Sexueller Missbrauch und Gewalt

Das Amt für Jugend und Familie bietet eine eigene Fachberatung gegen sexuellen Missbrauch zum Abklären von Verdachtsmomenten und weitere Unterstützung und Hilfestellung in dieser Situation.

Eine auf das Thema spezialisierte Anlauf- und Beratungsstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Frauen ist Wildwasser Oldenburg. Die Mitarbeiterinnen kommen aus unterschiedlichen Bereichen der sozialen und pädagogischen Arbeit und sind auf Traumabehandlung spezialisiert. Sie bieten Hilfe für

  • betroffene Mädchen und Frauen,
  • männliche und weibliche Bezugspersonen, die sich Sorgen um Betroffene machen,
  • Fachkräfte, auch im Rahmen der Einschätzung von Kindeswohlgefährdung bei Mädchen und Jungen (§8a, §8b).

Onlineberatung: anonym, vertraulich, kostenlos.

Betroffene in besonderen Lebenslagen können individuelle Beratungsmöglichkeiten absprechen, wie z.B. Dolmetscherinnen und barrierefreie Räume.


Beratungshund EmilFoto: Wildwasser

Auf Wunsch bietet Wildwasser eine tiergestützte
Beratung mit dem Beratungshund Emil an.


Die Vertrauensstelle Benjamin des Kinderschutz-Zentrums Oldenburg bietet anonyme und schnelle Beratung für Mädchen und Jungen, Jugendliche und deren Bezugspersonen zu körperlicher und psychischer Misshandlung, sexueller Gewalt sowie Vernachlässigung und Kindeswohlgefährdung. Die psychologischen Beraterinnen und Berater leisten in akuten Fällen auch Krisenintervention und vermitteln weitere Hilfen und Entlastungsmöglichkeiten.

Die Beratungs- und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt(BISS) ist eine Beratungseinrichtung für Frauen und Männer, die Opfer von häuslicher Gewalt sind. Die dortigen Mitarbeiter/innen geben ihre Unterstützung in rechtlichen, sozialen, finanziellen und persönlichen Fragen und vermitteln ggf. weitere Hilfsangebote.

Der Weiße Ring ist eine Hilfsorganisation für Opfer von Gewalt und Kriminalität jeder Art. Die Mitarbeiter/innen geben menschlichen Beistand und begleiten zur Polizei, zur Staatsanwaltschaft und zum Gericht. Außerdem verfügt der Weiße Ring über Hilfeschecks für eine kostenlose Erstberatung bei einem Rechtsanwalt oder Psychologen und leistet finanzielle Unterstützung in tatbedingten Notlagen und übernimmt ggf. Anwaltskosten zur Wahrung der Opferschutzrechte im Strafverfahren.

Schutzhäuser und geschützte Wohnmöglichkeiten

Das Frauenhaus Oldenburg ist ein Schutzhaus für Frauen und Kinder, die von körperlicher, seelischer oder sexueller Misshandlung betroffen sind. Es bietet 24 Plätze für Frauen mit ihren Kindern zum Schutz vor Gewalt oder Gewaltandrohung. Um eine größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten, ist eine Kontaktaufnahme nur telefonisch möglich.

Das Frauenhaus ist unter der Nummer 0441/47981 7 Tage in der Woche, 24 Stunden am Tag erreichbar.


Nach Möglichkeit sollten wichtige Papiere wie Ausweise, Krankenkassenkarte, Geburts- bzw. Heiratsurkunde, Kontoauszüge, Schulsachen der Kinder etc. mitgebracht werden. Ist dies nicht möglich, hilft das Frauenhaus bei der Beschaffung.

Für Jugendliche von 12 - 17 Jahren, die sich in einer akuten Krisensituation befinden, von Gewalt bedroht oder von einem starken innerfamiliären Konflikt betroffen sind, bietet die Jugendschutzstelle / Clearingsstelle der Stadt Oldenburg einen geschützten Wohnraum und professionelle Unterstützung. In Krisen und Notfällen sollten sich Jugendliche und ihre Eltern zunächst an das Amt für Jugend und Familie wenden.

Außerhalb der Geschäftszeiten des Amtes für Jugend und Familie sollten Jugendliche und ihre Eltern direkt Kontakt mit der Jugendschutzstelle aufnehmen oder sich (nachts) an die Polizei wenden.
In akuten Notfällen ist die Jugendschutzstelle ebenso über den Bereitschaftsdienst des Amtes für Jugend und Familie unter 0441/235-3333 erreichbar.

Die Männerwohnhilfe ist ein Unterstützungsangebot für Männer, die sich in einer Krisensituation wie Trennungsphase, Beziehungskrise oder anderen Situationen befinden, bei denen sie das Gefühl haben, räumlichen Abstand zu brauchen. Dafür steht eine Wohnung zur Verfügung, die entweder von einem Mann mit Kindern oder – bei beidseitigem Einverständnis – von zwei Männern vorübergehend genutzt werden kann. Aufgenommen werden nur Männer, die sich von Gewalt distanzieren. Sie sollten mindestens 25 Jahre alt sein.

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