Leistungen bei Arbeitslosigkeit

Wer arbeitslos wird, hat Anspruch auf eine Grundsicherung durch den Staat oder Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung. Während die Grundsicherung in Form von Arbeitslosengeld II lediglich den Mindestbedarf zum Leben decken soll, werden die Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung in Abhängigkeit vom ehemaligen Verdienst und zeitlich befristet geleistet.

Arbeitslosengeld I

Ein Anspruch auf Arbeitslosengeld I (ALG I) besteht für Arbeitsuchende, wenn sie Beiträge an die Arbeitslosenversicherung gezahlt, die Anwartschaftszeit erfüllt und sich persönlich arbeitslos gemeldet haben. Die Regelanwartschaftszeit beinhaltet, dass in den letzten 24 Monaten vor Eintreten der Arbeitslosigkeit mindestens 12 Monate lang Beiträge in die Arbeitslosenversicherung gezahlt wurden (z.B. versicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis oder Krankengeldbezug). In selteneren Fällen greift die sogenannte kurze Anwartschaft. Zuständig ist die Agentur für Arbeit Oldenburg.

Bei der Agentur für Arbeit erfährt man außerdem:

  • mit welchen Leistungen die Aufnahme einer Beschäftigung gefördert wird,
  • welche Unterstützung Existenzgründer oder ältere Arbeitnehmer erhalten,
  • wie die Berufsausbildung und Weiterbildung finanziell unterstützt wird,
  • unter welchen Bedingungen Insolvenzgeld und Kurzarbeitergeld gezahlt werden.

Arbeitslosengeld II

Diejenigen Arbeitsuchenden, die die Voraussetzungen für den Bezug von ALG I nicht erfüllen, können im Jobcenter Oldenburg einen Antrag auf Arbeitslosengeld II (ALG II) stellen. Diese Leistung ist an eine Bedürftigkeitsprüfung gekoppelt. Antragssteller/innen und weitere im Haushalt lebende Personen bilden eine Bedarfsgemeinschaft, die als Gesamtes auf die Bedürftigkeit geprüft und im Leistungsfall finanziell unterstützt wird. Hierzu müssen alle Einnahmen aller Personen nachgewiesen werden (z.B. mittels Kontoauszügen). Im Haushalt lebende Personen, die selbst nicht erwerbsfähig sind - wie z.B. Kinder unter 15 Jahren – erhalten über den Antrag auf Arbeitslosengeld II automatisch Sozialgeld.

Für Bezieher von ALG II bestehen außerdem folgende Möglichkeiten:

  • Befreiung von der GEZ-Gebühr
  • Mehrbedarf für Schwangere, Alleinerziehende
  • ggf. Erstausstattung einer eigenen Wohnung 
  • ggf. Darlehen für z.B. Waschmaschinenkauf

Bezieher/innen von ALG II können für Ihre Kinder auch Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket erhalten. Weitere Informationen hierzu unter Finanzielles > Unterstützung rund ums Kind.

Das Jobcenter Oldenburg verfügt über ein Mitarbeiter/innen-Team zur Beratung und Vermittlung von Alleinerziehenden.

Die Sozialhilfe greift bei Arbeitslosigkeit seit 2005 nicht mehr, da sie nur noch Leistungen für nicht erwerbsfähige Menschen zur Verfügung stellt. Ansprechpartner ist das Amt für Teilhabe und Soziales.

Wohngeld

Das Wohngeld ist ein Zuschuss zu den Wohnungskosten für Haushalte mit geringem Einkommen, die sich allein keine angemessene Unterkunft leisten könnten. Die Höhe des Wohngeldes hängt ab von der

  • Anzahl der zum Haushalt gehörenden Bewohner
  • Höhe des Gesamteinkommens aller Haushaltsangehörigen und
  • der Höhe der zu berücksichtigenden Miete.

Keinen Wohngeldanspruch haben:

  • Bezieher von Arbeitslosengeld II / Sozialgeld und einer Reihe weiterer Sozialleistungen, die bereits die Kosten für die Unterkunft erfassen,
  • Auszubildende und Studierende, die Berufsausbildungsbeihilfe oder Ausbildungsbeihilfe nach dem BaföG erhalten.

Aber:

  • Für Haushaltsmitglieder, die selbst keine der genannten Leistungen beziehen, kann sich jedoch ein Anspruch auf Wohngeld ergeben. Alleinerziehende in Ausbildung oder Studium, bei denen die wirtschaftlichen Voraussetzungen vorliegen, können daher für ihr Kind einen Wohngeldanspruch geltend machen..


Anträge auf Wohngeld können beim Team Wohngeld des Amtes für Teilhabe und Soziales gestellt werden. Weitere Informationen zu z.B. Miet- und Einkommensgrenzen, sowie Antragsformulare stellt die Stadt Oldenburg online zur Verfügung.

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