Inklusion

Inklusion in der Schule bedeutet gemeinsamer Unterricht für alle Kinder mit und ohne besonderen Förderbedarf. Während bisher Kinder mit körperlichen, geistigen oder seelischen Beeinträchtigungen und mit Lernschwierigkeiten in Förderschulen unterrichtet wurden, erfolgt seit dem Schuljahr 2013/14 in Niedersachsen der Umstieg auf das System der gemeinsamen Beschulung in den Regelschulen. Nach einer Übergangsphase müssen spätestens ab dem Schuljahr 2018/2019 alle Schulen inklusiv arbeiten. Dabei soll aber der Besuch einer Förderschule weiterhin möglich bleiben (Ausnahme: Förderschwerpunkt Lernen, siehe Förderschulen). Die Eltern von Kindern mit Förderbedarf erhalten somit ein Wahlrecht zwischen Förder- und Regelschule.

Die Oldenburger Grundschulen nehmen seit dem Schuljahr 2013/14 Schulkinder mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung aufsteigend von den ersten Klassen auf. Dabei kann es vorläufig noch in einzelnen Fällen etwa aufgrund fehlender baulicher Voraussetzungen zu Weitervermittlungen an eine andere allgemeine Grundschule kommen. Bis zum Schuljahr 2018/19 haben die Grundschulen Zeit, ihre Gebäude behindertengerecht umzubauen und auszustatten.

Eltern von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf können sich bei der Anmeldung in der von ihnen ausgewählten Schule von deren Leitung über die Möglichkeiten einer besonderen Förderung beraten lassen. Auch bei der Schuleingangsuntersuchung werden sie umfassend beraten.

Wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass das Kind eine Förderung benötigt, beauftragt der Schulleiter einen Lehrer der Schule und einen Förderschullehrer mit der Erstellung eines Fördergutachtens. Darüber informiert er die Eltern des Kindes.

Anschließend setzt er eine Förderkommission ein, der außer ihm selbst die beiden Lehrer, die das Gutachten erstellt haben, und die Eltern angehören. Die Förderkommission gibt der Landesschulbehörde eine Empfehlung darüber, ob und in welcher Form dem Kind sonderpädagogische Unterstützung gegeben werden soll. Die abschließende Entscheidung trifft die Landesschulbehörde.

 

Schulassistenz / Schulbegleitung

Neben der sonderpädagogischen Unterstützung kann für das Kind auch ein Anspruch auf Schulassistenz / Schulbegleitung bestehen. Diese bezieht sich auf Hilfestellung im pflegerischen, sozialen, emotionalen und kommunikativen Bereich. Dabei erhält das Kind für eine festgelegte Stundenanzahl pro Woche eine Unterstützung im Schulalltag an die Seite. Um sie zu erhalten, müssen die Eltern einen Antrag auf Eingliederungshilfe beim Amt für Teilhabe und Soziales der Stadt Oldenburg stellen. Seit dem 1. Juli 2015 existiert dort eine Fachstelle Eingliederungshilfe, die für alle Fragen aus diesem Bereich zuständig ist.

Zuständigkeiten finden Sie hier.

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