Grundschulen

In Oldenburg gibt es 28 städtische Grundschulen, davon 25 allgemeine und 3 katholische, sowie eine Freie Waldorfschule und die Montessorischule FREIraum. Hinzu kommt das Angebot der Förderschulen im Grundschulbereich.

Einschulung

Schulpflichtig sind in Niedersachsen alle Kinder, die bis zum 30. September 6 Jahre alt werden. Auch jüngere Kinder, sogenannte „Kann-Kinder“, können auf Antrag der Eltern eingeschult werden. Eine Rückstellung vom Schulbesuch, also spätere Einschulung, ist nur in Ausnahmefällen möglich. Die Entscheidung trifft der Schulleiter der zuständigen öffentlichen Grundschule.

Im Mai des Jahres vor der Einschulung wird das schulpflichtige Kind in der Grundschule angemeldet, in deren Schulbezirk es wohnt. Dies ist in der Regel die zu der Wohnung nächstgelegene Grundschule. Bei der Anmeldung wird auch untersucht, ob das Kind die deutsche Sprache ausreichend beherrscht. Wenn dies nicht der Fall ist, bekommt es im Jahr vor der Einschulung eine Sprachförderung im Kindergarten.

Wenn Eltern die Aufnahme des Kindes in eine andere als die zuständige Grundschule wünschen, müssen Sie dies bei der Anmeldung schriftlich beantragen und begründen.

Grundschulbezirke der Stadt Oldenburg: hier

Verlässliche Grundschule

In der verlässlichen Grundschule ist vormittags ein durchgehendes Angebot über einen Zeitraum von 5 Stunden gewährleistet, also etwa von 8 bis 13 Uhr. Zu den Zeiten, in denen kein Unterricht stattfindet, sorgt die Schule für eine Betreuung der Kinder durch pädagogische Mitarbeiter. Die Eltern können sich also darauf verlassen, dass ihre Kinder während des ganzen Vormittags in Obhut der Schule sind.

In Oldenburg sind alle städtischen Grundschulen verlässliche Grundschulen.

Ganztagsschule

Die Stadt Oldenburg ist dabei, die städtischen Grundschulen zu Ganztagsschulen auszubauen. Nach der gegenwärtigen Planung sollen dafür jedes Jahr 1 bis 2 Schulen mit zusätzlichen Betreuungsräumen und Mensen ausgestattet werden. Derzeit (Stand 2015) haben 8 der 28 städtischen Grundschulen ein Ganztagsangebot:

Grundschule Donnerschwee, Donnerschweer Str. 262, 26123 Oldenburg
Grundschule Staakenweg, Staakenweg 7, 26131 Oldenburg
Grundschule Nadorst, Eßkamp 6, 26127 Oldenburg
Grundschule Ofenerdiek, Lagerstraße 39, 26125 Oldenburg
Grundschule Krusenbusch, Dießelweg 25, 26135 Oldeburg
Grundschule Babenend, Babenend 15-17, 26127 Oldenburg
Grundschule Kreyenbrück, Breewaterweg 2, 26133 Oldenburg
Grundschule Ohmstede, Rennplatzstraße 182, 26125 Oldenburg

Zum Schuljahr 2016/2017 ist der Umbau der Grundschulen Bümmerstede und Heiligengeisttor geplant.

An den städtischen Ganztagsschulen werden die Kinder an 3 Tagen pro Woche bis 15.30 Uhr unterrichtet oder betreut. Auf Wunsch und gegen einkommensabhängiges Entgelt kann die Betreuung an 5 Tagen in der Woche bis in den späten Nachmittag und auf die Ferienzeiten erweitert werden. Etwas abweichend ist die Regelung nur an der Grundschule Ohmstede: Hier besteht an 4 Tagen pro Woche ein Unterrichts- und Betreuungsangebot von 7.15 - 15 Uhr. Danach ist eine kostenpflichtige Spätbetreuung über die Kooperation mit dem OTB möglich. Freitags endet die Schule um 14 Uhr.

Grundsätzlich darf jedes Kind aus Oldenburg an einer beliebigen Ganztagsgrundschule angemeldet werden, jedoch nehmen die Schulen zuerst die Kinder aus dem Einzugsbereich auf. An einigen Schulen kann es deshalb für Anmeldungen außerhalb des Einzugsbereichs zu Wartelisten kommen. Viele der Grundschulen, die keine Ganztagsschule sind, verfügen jedoch über begrenzte Möglichkeiten der Hortbetreuung.

In freier Trägerschaft:
Montessori-Grundschule FREIraum, Burmesterstraße 5-7, 26135 Oldenburg
Die Montessori-Grundschule bietet ein Ganztagesangebot an 4 Tagen pro Woche bis 17 Uhr.

Das Oldenburger Modell kooperativer Ganztagsbildung

Für den Umbau der Grundschulen zu Ganztagsschulen hat die Stadt Oldenburg im Jahr 2011 ein Konzept beschlossen, das auf der Kooperation zwischen Schule, Jugendhilfe, Sportvereinen und kulturellen Einrichtungen basiert. Mit dieser Kooperation sollen einerseits die Bildungs- und Teilhabechancen aller Kinder verbessert und anderseits den Sorgeberechtigten ein verlässliches Betreuungsangebot bereitgestellt werden.

Grundlage der Kooperation ist in jedem Einzelfall der Abschluss eines Vertrages zwischen der Grundschule, der Stadt Oldenburg als Schul- und Jugendhilfeträger sowie einem Träger der freien Jugendhilfe (beispielsweise Arbeiterwohlfahrt, Caritas oder Diakonie). In diesem Vertrag verpflichten sie sich zur Sicherstellung eines umfassenden Angebots zum ganztägigen Lernen in der Schule. Dabei können auch noch weitere Träger von Jugend- und Kulturarbeit einbezogen werden, etwa Musikschulen und Sportvereine.

Bildungs-, Sport-, Förderangebote und Hausaufgabenbetreuung finden gruppenweise in Arbeitsgemeinschaften statt. Bewegungsangebote der Sportvereine werden von qualifizierten Mitarbeitern durchgeführt. Die Qualifikation dieses Personals richtet sich nach dem Förderungs- und Betreuungsbedarf der Kinder.

Wegfall der Schullaufbahnempfehlung

Die bisherige Schullaufbahnempfehlung gibt es ab dem Schuljahr 2015/16 nicht mehr. An deren Stelle treten mindestens 2 Gespräche, in denen die Eltern über die Lernentwicklung ihres Kindes informiert und bei der Wahl der weiterführenden Schulform beraten werden.

Außerdem werden die Eltern in einer Informationsveranstaltung über die Anforderungen und Lerninhalte der weiterführenden Schulen und die Möglichkeiten des späteren Wechsels der Schulform aufgeklärt.

Am „Tag der offenen Tür“ der weiterführenden Schulen werden viele Informationen an zukünftige Schüler und deren Eltern gegeben. Auch eine Hospitation, also eine Probeteilnahme am Unterricht, ist an einigen Schulen möglich.

Einige weiterführende Schulen haben Schwerpunktangebote in Musik, Sprachen, Technik und / oder Sport.

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