Allgemein

Die richtige Beratung zur richtigen Zeit kann helfen mit besonderen Situationen umzugehen oder eine Entscheidung für die Zukunft zu treffen.

Viele Einrichtungen bieten deshalb zu unterschiedlichen Themen Unterstützung von Fachkräften an, die mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Müttertelefon

Zwanglose Gespräche als Spiegel der eigenen Gedanken, Ängste und Sorgen bietet das Müttertelefon der Frauen Sinnstiftung unter 0800-333 2 111 (freecall). Hier stehen Mütter, die für diese Tätigkeit ausgebildet wurden, täglich ehrenamtlich von 20 bis 22 Uhr als Gesprächspartnerinnen zur Verfügung. Das Angebot ist kostenfrei, anonym und gilt bundesweit.

Beratung

Das Amt für Jugend und Familie mit seinem Allgemeinen Sozialdienst (ASD) ist eine Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche, Familien, Alleinstehende und ältere Menschen, die zum Beispiel Fragen zu folgenden Themen haben:

  • Erziehung
  • Trennung, Scheidung, Sorge- und Umgangsrecht
  • Probleme in der Schule
  • Gewalt in der Familie
  • sexueller Missbrauch
  • wirtschaftliche Notlagen
  • Krankheit und Alter

Der ASD besteht aus vier Teams, die über das Stadtgebiet verteilt sind und jeweils einen eigenen räumlichen Zuständigkeitsbereich haben. Geht es um ein Kind von getrennt lebenden Eltern, so ist maßgeblich, in welcher Wohnung es überwiegend lebt.

Die Gespräche werden auf Wunsch anonym geführt, also ohne Namensnennung. Das Ziel
ist es, Lösungen zu finden und dazu, falls notwendig, weitergehende Angebote zu vermitteln.


In der Familien- und Schwangerschaftsberatungsstelle der Arbeiterwohlfahrt sowie bei der Psychologischen Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche erhält man nach vorheriger Terminvereinbarung professionelle Beratung u.a. bei

  • Beziehungskonflikten von Paaren, Eltern, zwischen Eltern und Kindern oder Geschwistern untereinander
  • Probleme während oder nach einer Trennung und bei der Organisation der Besuche der Kinder beim anderen Elternteil
  • psychischen Problemen und Verhaltensauffälligkeiten von Kindern und Jugendlichen
  • Problemen in Freundschaft und Partnerschaft, Schule und Beruf
  • Überlastung und Überforderung
  • Kummer und Sorgen von Kindern und Jugendlichen

Das Kinderschutz-Zentrum Oldenburg ist Ansprechpartner für Eltern, aber auch für Kinder und Jugendliche in allen Situationen, die verunsichern oder in denen Unterstützung benötigt wird. Eltern können hier Rat und Unterstützung erhalten, wenn sie mit ihrem eigenen Verhalten oder dem des Kindes nicht weiter wissen und Hilfe und Entlastungsmöglichkeiten in Krisen suchen. Kinder und Jugendliche finden hier ein offenes Ohr für ihre Probleme, Sorgen und Nöte mit Eltern, Freunden, Geschwistern oder in der Schule.

Offene Beratungsangebote ohne Termin bei Schwierigkeiten mit Kind, Familie und Partnerschaft:

Familien- und Schwangerschaftsberatungsstelle:
Jeden 2. Donnerstag im Monat von 10 bis 12 Uhr im Stadtteiltreff Kreyenbrück

Evangelische Familien-Bildungsstätte:
jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat von 10 - 11:30 Uhr (außer in den Schulferien)

Psychologischen Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche:
Für alle Probleme von Jugendlichen und jungen Erwachsenen (bis 21 Jahre) mittwochs von 16 - 17 Uhr

Im Mütterzentrum Oldenburg bietet eine Rechtsanwältin an festen Terminen Beratung auf den Gebieten des Familien- und Sozialrechts an. Eine vorherige Terminvereinbarung ist erforderlich. Ein Beratungsgespräch kostet 5 €.
Weitere Beratungsangebote im Mütterzentrum sind in Planung und können dort direkt oder am Aushang vor dem Gebäude in Erfahrung gebracht werden.

Erziehungslotsen / Familienpaten

Bei der Bewältigung von Alltagsproblemen kommen Erziehungslotsen oder Familienpaten direkt in die Familien und leisten dort praktische Hilfe. Sie vermitteln z.B. den Kontakt zu Behörden und Institutionen, helfen beim Aufbau eines sozialen Netzwerks oder geben Unterstützung bei Problemen in der Schule. Bis zu drei Stunden pro Woche und maximal für ein Jahr bieten sie diese Entlastung für Familien. Ansprechpartner hierfür ist die Evangelische Familien-Bildungsstätte Oldenburg bzw. der Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF). Dieses Angebot ist für die Familien kostenlos.

Erziehungsbeistandschaft / Sozialpädagogische Familienhilfe

Eine intensivere Unterstützung bietet das Amt für Jugend und Familie mit zwei unterschiedlichen Modellen der direkten Vor-Ort-Hilfe. Für Familien mit jüngeren Kindern, die Schwierigkeiten bei der Erziehung oder im Zusammenleben haben, kommt die sozialpädagogische Familienhilfe in Betracht. Sie hat die ganze Familie im Blick und erarbeitet mit den Eltern neue Strategien, schwierige Situationen zu lösen.

Bei älteren Kindern und Jugendlichen, die Konflikte mit ihren Eltern und/oder Schulprobleme haben, bietet sich eine Erziehungsbeistandschaft an. Der Erziehungsbeistand arbeitet individuell mit den Jugendlichen zusammen und hilft bei der Entwicklung der emotionalen und sozialen Fähigkeiten.

Die Erziehungsbeistandschaft ist nicht zu verwechseln mit der Beistandschaft des Amtes für Jugend und Familie zur Durchsetzung der Unterhaltsansprüche.


Die Übergänge zwischen den beiden Formen sind fließend. Welche jeweils die geeignetere ist, wird in einem Beratungsgespräch mit einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin des Amtes für Jugend und Familie geklärt.

Beide Arten der Unterstützung sind langfristig angelegt und werden von ausgebildeten Fachkräften durchgeführt. Zu Beginn werden Zielvereinbarungen getroffen, die in einem bestimmten Zeitraum erfüllt werden sollen. Für 4 - 5 Stunden in der Woche kommt ein/e Sozialpädagoge/Sozialpädagogin in die Familie bzw. zu den Jugendlichen, um mit ihnen zu arbeiten. Letztlich geht es immer darum, sie soweit zu stärken, dass die Hilfe überflüssig wird.

Die Kosten der Maßnahme trägt das Amt für Jugend und Familie.

Sexualität und Schwangerschaft

Bei allen Fragen zu Sexualität und Elternschaft gibt es Informationen und Beratung in der Beratungsstelle von pro familia. Die dortigen Mitarbeiter/innen beantworten Fragen u.a. zu folgenden Themen:

  • Familienplanung
  • Pränataldiagnostik
  • Sexualberatung / Verhütung
  • Sexualpädagogik
  • Schwangerschaft und Geburt
  • Schwangerschaftsabbruch

Das vergleichbare Angebot der Familien- und Schwangerschaftsberatungsstelle umfasst:

  • Beratung zu allen Fragestellungen sowie gesetzlichen Regelungen und Hilfen rund um das Thema Schwangerschaft und Schwangerschaftskonflikt
  • Ausstellen der Beratungsbescheinigung
  • Beratung zu staatlichen Leistungen zur Familienförderung, besondere Rechte im Arbeitsleben, Schwangerenvorsorge etc.

Der Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF) bietet Frauen und Männern, unabhängig vom religiösen Bekenntnis, Beratung zu Fragen im Bereich von Sexualität und Partnerschaft.
Dazu zählen u.a.:

  • Schwangerschaftsberatung
  • Beratung zur vorgeburtlichen Diagnostik
  • Beratung zur vertraulichen Geburt
  • Elternberatung bis zum dritten Lebensjahr des Kindes
  • Sexualberatung
  • Sozialberatung
  • Internetberatung zu häuslicher Gewalt auf www.gewaltlos.de

Jeden Dienstag findet von 10 - 12 Uhr eine offene Sprechstunde statt.

Kurberatung

Beratung rund um das Thema Kur bieten die Caritas Oldenburg-Ammerland, das Deutsche Rote Kreuz und die Mutter- Kind- Kurberatung Friesland Mukiku. Mitarbeiter/innen informieren und beraten zu Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Mütter und Väter mit ihren Kindern. Darüber hinaus helfen sie bei der Antragstellung bei der gesetzlichen Krankenkasse und bei der Formulierung des Widerspruchs, falls der Antrag abgelehnt werden sollte.

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